Solidaritätszuschlag entfällt schrittweise Entlastung ab 2021

Solidaritätszuschlag entfällt schrittweise Entlastung ab 2021

 

Künftig entfällt der Solidaritätszuschlag für die große Mehrheit der Steuerpflichtigen nach aktuellen Beschuss des Bundestages.

Der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent wird als Zuschlag zur Einkommen- und Körperschaftsteuer erhoben. Er ist nur zu zahlen, wenn eine Steuerlast entsteht, die bei der Einkommensteuer über einer Freigrenze liegt.

Für 90 Prozent der heutigen Zahler wird der Soli ab 2021 vollständig entfallen. Die Freigrenze, bis zu der kein Solidaritätszuschlag anfällt, wird von heute 972 Euro auf 16.95 Euro der Steuerzahlung angehoben, sodass bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro zukünftig kein Soli mehr fällig wird.

An die neue deutlich ausgedehnte Freigrenze schließt sich eine sog. Milderungszone an. Wie bereits heute verhindert sie, dass sofort auf den vollen Steuerbetrag Soli erhoben wird. Davon profitieren weitere 6,5 Prozent der Soli-Zahler. Die Milderungszone gilt für zu versteuernde Einkommen bis 96.409 Euro. Für Verheiratete verdoppeln sich diese Beträge.

Im Ergebnis entfällt der Soli bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 € voll und vermindert sich bis zu Grenze von 96.409 €. Bei höheren Einkommen wird der Soli weiterhin erhoben, was teilweise auf verfassungsrechtliche Bedenken stößt.